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Antik- und Trödelmärkte eignen sich besonders für einen Einblick in die deutsche Möbel und Haushaltskultur des 20. Jahrhunderts. Trödelmärkte gibt es entlang der Mosel fast jedes Wochenende. http://www.marktcom.de Schon alleine die vielen kuriosen Dinge erfreut das Auge und es macht Spaß einfach nur die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Hier ein gold verzierter Bilderrahmen, dort ein Jugendstil-Porzellanteller mit geschwungenen Lilien, eine elektrische Kaffeemühle in hellblau aus den 60zigern, oder antike Möbel aus der Jahrhundertwende. Alles Einzelstücke, die man so schnell nicht wieder findet, wenn man sich erstmal in einen Gegenstand verliebt hat. Na ja, man muss ja nicht gleich einen original Bauernschrank kaufen. Dann hat man mit dem Fahrrad ein Transportproblem. Irgendein kleines Souvenir für ein paar Euro tut es als Erinnerung auch. Auf meinen Reisen war ich immer zuerst in Haushaltwarenabteilungen oder auf Flohmärkten. Stilrichtungen, Design und Farben sind in mir fremden Kulturen eine Bereicherung mit Geschichten, die den Gegenständen noch anhaften.
Wenn das Wetter schön ist leihe ich mir mit ein paar Freunden ein Fahrrad aus http://www.funbiketeam.de Vom 11.06. bis 13.06. ist Flohmarkt ab 11.00 Uhr auf dem Vorplatz Kloster Machern. Von dort sind es nur noch einige Kilometer bis Bernkastel. Über Mühlheim, Brauneberg, Wintrich, Minheim, Osann-Monzel sind es weitere 18 km bis Piesport. Der Radweg ist Teil der internationalen Wanderroute »Velo Tour Moselle«. Der Weg verläuft in unmittelbarer Flußnähe oder durch Weinberge, ist aber überwiegend eben. Für kleine Pausen bieten sich überall nette Gelegenheiten. Wer gerne noch weiter radeln möchte, dem empfehle ich das »Bikeline Radtourenbuch, Mosel Radweg: Von Metz an den Rhein. Wenn es regnet oder ich vielleicht doch lieber einen Schrank kaufe, fahre ich mit dem Auto oder mit der Bahn. Die Bahn befördert auch Fahrräder. Der Himmel soll kommendes Wochenende wieder blau und sonnig werden.


Bettina Bartzen am 08.06.2009 • 0 Comments • 1829 Aufrufe • Permalink

Kategorien: Mosel
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BSE steht als Abkürzung für Bad Simple English, also schlechtes Einfach-Englisch, wie es gern von Menschen benutzt wird, die stolz die Fremdsprache ein wenig beherrschen. Wie etwa antiautoritäre Eltern ihre Kinder. Eben nur ein wenig; BSE zeitigt dann oft erstaunliche Resultate.

An der Mosel – der bekanntlich letzten coffee-to-go-freien Zone Deutschlands - taucht BSE - oder Denglish - noch relativ selten auf, ist aber dennoch so unübersehbar wie unausrottbar auf dem Vormarsch. Da heißt es auf einem Blechschild „biker’s welcome“, ein „Team for Clean“ wirbt für – leider nicht sprachliche – Sauberkeit, und die And-More-itis infiziert flächendeckend Gewerbebetriebe.

Die Wendung „& more“ ist natürlich verführerisch. Wer will nicht mehr, wer hat nicht lieber mehr, wer wäre nicht gern mehr? „Nails and more“ nannte sich ein Nagelstudio in N. N., das Gerüchten zufolge seiner Gattungsbezeichnung in mehrfacher Hinsicht alle Ehre machte… Würde aber auch für ein Sado-Maso-Studio gut passen.

Für öffentliche Orte: Klo and more wäre auch hübsch. Es gibt ja hoffentlich more dort, wie z.B. ein Waschbecken, sorry ‘wash basin’, oder für Fortgeschrittene ‘wash-pelvis’. Hoffentlich mit Soap and more.
Und übrigens: Für Betriebe mit dem an der Mittelmosel geläufigen Namen Mohr ergäben sich buy(!) the way ganz herausragende Werbesprüche! Auch die Gemeinde Morbach könnte mal über einen pfiffigen Slogan für die Tourismuswerbung nachdenken. Es geht überall mehr.


Marc Raff am 05.06.2009 • 0 Comments • 637 Aufrufe • Permalink

Kategorien: Mosel
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Das Eröffnungskonzert des Mosel Musikfestivals 2009 am Freitag den 5. Juni ist leider schon ausverkauft. Dabei hätte ich nicht nur gerne »The English Vocal Consort« unter der Leitung von Simon Halsey erlebt, sondern auch die einzigartige Akustik in dem aussergewöhnlichen Barocksaal im Kloster Machern bei Bernkastel-Wehlen/Zeltingen. Aber auch ohne Konzert ist das Kloster einen Besuch wert. Das Frauenkloster wurde 1238 in den Orden der Zisterzienser aufgenommen und hatten wegen ihrer regen Forschungstätigkeit eine große Bedeutung in der Weinbaukultur. Rebsortenreine Weine wie Riesling, Spätburgunder und Pinot Noir führten vom 12. bis 14. Jahrhundert den regionalen Weinbau zu einer Blüte. 1793 waren es nur noch sechs Klosterfrauen und 1802 wurde die Abtei durch die napoleonische Säkularisierung geschlossen. Die Fenster wurden zugemauert und das Kloster diente nur noch landwirtschaftlichen Zwecken. Bis 1969 der Weingutbesitzer Franz Schneider das Kloster Machern neu erwarb und in zwanzigjähriger Restaurierung dem Gebäude neuen Glanz verlieh. 2000 wurde »Stift Kloster Machern« AG gegründet. In dem Barocksaal finden einmalige Festlichkeiten statt wo der Gast mit fließenden Abendkleidern auf feinstem roten Marmor wandelt und sich in den Spiegelwänden selbst bewundern kann. Haben so die Zisterziensernonnen ihren Alltag verbracht? Im Spielzeugmuseum auf dem Klostergelände entführen historische Puppen aus der Privatsammlung der Familie Immel aus Bernkastel in die Vergangenheit. http://www.klostermachern.de
Na ja, das Eröffnungskonzert habe ich verpasst, aber es gibt ja noch weitere 60 Veranstaltungen. Die schwimmende Moselbühne in Kröv klingt sehr interessant. Am 18. Juli spielen dort die Kölner Symphoniker Soundtracks großer Filmkomponisten. Filmmusik der 30er Jahre bis heute. James Bond oder Breakfast at Tiffanys wird dann über die Weinberge klingen. Wenn ich jetzt buche, gibt es bestimmt noch Karten. http://www.moselfestival.de Vielleicht treffen wir uns dort.


Bettina Bartzen am 03.06.2009 • 0 Comments • 680 Aufrufe • Permalink

Kategorien: Mosel
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Mit angesagtem Retrocharme punktet die Probierstube des Weinguts MARTIN MÜLLEN in Traben an der Mosel. Fin de siecle-Stühle rund um den antiken Echtholztisch, ein sparsam gefülltes Weinregal an der Wand und ein moderner Weinkühlschrank neben der Vitrine für die Gläser – mehr braucht es nicht. Sieht man ab von der im Schaufenster ausgehängten Gault-Millau-Bewertung, wirbt hier der Wein für sich selbst. Etliche bekannte Weinjournalisten haben bereits von den herausragenden Weinen des Ehepaars Müllen geschwärmt; So möchte ich in diesen Chor nicht einfallen, doch erwähnen, dass eine Weinprobe auch dann ein unvergessliches Erlebnis bleibt, wenn man nicht der Elogen, sondern nur des Weins wegen einkehrt. Die Winzerin verströmt den bodenständigen Charme der Mosel, weiß den Wein kennerhaft zu preisen, wohingegen Martin Müllen, der Meister der Keller und Fässer, in jene höheren Gefilde der Weinkunst entrückt scheint, die der profane Consumer, der seinen Gaumen mit Kaffee, süßem Kuchen, Bratwurst, Tabak oder anderen blumeinkompatiblen No-gos malträtiert hat, niemals erreichen wird. So heisst es, vor der Weinprobe sorgfältig zu bedenken, was man seiner Kehle antut,  um nicht die feinen Zwischentöne der Müllen-Kreationen zu verpassen. Und eine weitere Warnung: Ganz billig kommt man hier wahrscheinlich nicht heraus, aber man erwirbt Weine, die in der Preis/Wert-Relation unerreicht sind.  Weitere Infos auf:
http://www.muellen.de


Marc Raff am 02.06.2009 • 1100 Aufrufe • Permalink

Kategorien: Mosel
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