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Dieses Wochenende tanzen die Moselaner in den Mai. Mit Bratwurst, Bier und viel Musik. Schon am Vorabend wird der Maibaum auf dem Dorfplatz feierlich aufgestellt. Aber aufgepasst! Der Maibaum muss bewacht werden, sonst wird er gestohlen oder abgesägt. An der Mosel wird ein Birkenstamm mit einem Kranz und bunten Bändern gekrönt. Wo Maibäume an Hausfassaden hängen, wohnen begehrte Frauen. Männliche Jugendliche bringen am Haus ihrer Freundin eine mit buntem Kreppapier geschmückte Birke an. Der Maibaum ist auch Fruchtbarkeitssymbol und Weltenbaum. Woher der Brauchtum stammt ist noch ungeklärt. Schon die Wikinger hatten einen Thorsbaum, ein zwei Meter hoher geschmückter Pfahl war. Der Maibaum wie er heute aussieht, stammt aus dem 16. Jahrhundert. Als Kirchweihbaum, Ehrenmaibaum oder eine mit Preisen behängte Kletterstange. Die Tradition ist allerdings von Ort zu Ort sehr unterschiedlich. Am besten erleben sie selbst ein Maifest an der Mosel. Am 30. April wird in Briedel am Brunnenplatz ein Maibaum aufgestellt. Auch in Trittenheim, Ürzig, Veldenz und Wintrich. Weiter geht es am 1. Mai mit dem Maifest des Schützenvereins Graach, dem Brückenfest an der Alfbrücke in Kinderbeuren, dem Wein- und Waldfest in Kinheim, in Lieser, Oberfell, Piesport, Winningen und Wincheringen. Aber vor dem ersten Mai kommt die Walpurgisnacht, die nach der heiligen Walburga, einer Äbtissin aus England aus dem Jahre 710 - 779 benannt ist. Sie wurde am 1. Mai heilig gesprochen.

In der Walpurgisnacht schützen sich die Bauern vor bösen Geistern durch nächtliches Peitschenknallen, ausgelegte Besen und Maibüsche. In manchen Orten wird ein Hexenfeuer angezündet. Dabei springen Verliebte gemeinsam zum Maisprung über das Feuer. Noch ein Grund bis spät in die Nacht zu feiern.


Bettina Bartzen am 29.04.2011 • 0 Comments • 1185 Aufrufe • Permalink

Kategorien: Mosel
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