An der Mosel lassen sich abwechslungsreiche Wandertouren planen. Am Fluss entlang oder in die Weinberge oder durch die Wälder auf den Höhen mit schönem Panoramablick. Der bekannteste Wanderweg ist der Moselhöhenweg. Er verläuft über 224 km zwischen Koblenz und Palzem und auf der Eifelseite rund 165 km von Wasserbillig an der luxemburgischen Grenze über Trier wieder bis Koblenz. Ein weißes M kennzeichnet die Strecke, die schon 1910 angelegt wurde. Für den ganzen Weg sollte man zwei Wochen einrechnen. Eine genaue Wegbeschreibung gibt es bei der Moselland-Touristik. Infos: 06531-20 91.
Der Eisenbahnhistorische Kulturweg
ist auf 23 Kilometer ein besonderes Wandererlebnis. Das Gemeinschaftsprojekt der führt durch die Moselgemeinden Alf, Bully, Briedel, Pünderich, Reil und Zell. Auf den drei Eisenbahnlinien der Kanonenbahn, Zweigbahn und Moselbahn ist eine beeindruckende Eisenbahnarchitektur zu sehen. Die Doppelstockbrücke Bullay, der Prinzenkopftunnel und der längste Viadukt Europas bei Pünderich. Reil ist ein romantischer Weinort mit engen Gassen und stilvollen Fachwerkhäuser, wo der Wanderweg in nördlicher Richtung den Berg hoch bis zur Dreifaltigkeitskapelle auf dem Reiler Hals verläuft. Hier stehen Wegweiser zur Marienburg, zum Heldenfriedhof und zum Aussichtsturm, zur Burg Arras, nach Pünderich und Alf. Die ehemals kaiserliche Burganlage ist heute im Privatbesitz mit einer phantastischen Aussicht in mehrere Täler. Das Museum erzählt von der wechselvollen Geschichte dieses Ortes mit einem Burgverließ und einer Folterkammer, die sich noch im Urzustand befinden. Auch die Marienburg und der Leofelsen sind nicht weit entfernt. Allerdings fahren die Fähren und Schiffe nicht bei Hochwasser und in der Nebensaison. Da ist es ratsam die Fahrzeiten zu beachten. http://www.wanderkompass.de/
Der Vogellehrpfad in Enkirch bietet gute Beobachtungsmöglichkeiten für Vögel. Während der Brutzeitmonate von April bis Anfang Juli können sie Meisen, Kleiber und andere Höhlen- und Halbhöhlenbrüter bei der Aufzucht ihrer Jungen beobachten. Damit die Vögel nicht gestört werden, ist es besser ein Fernglas mitzunehmen. In den frühen Morgenstunden sind die Vögel am aktivsten. Der Pfad beginnt am Ortausgang in Richtung Schocker Kopf. Tafeln erklären die Zusammenhänge in der Natur und die verschiedenen Vogelarten.
Bettina Bartzen am 23.01.2012 •
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Wandern, lehrpfade, Mosel, Enkirch, Burg Arras, Reil
Leider ist das Weinforum in Trier schon ausverkauft. Auch wenn sie nicht direkt dabei sein können, ist dieser Wettbewerb ein guter Wegweiser zu qualitativ guten Weinen. Auf diesem Forum sind rund 2.500 Betriebe mit ungefähr 19.000 Erzeugnissen aus sechs rheinland-pfälzischen Anbaugebieten vertreten. Die Weine werden mit einer verdeckten Probe anhand eines 5-Punkte-Schemas mit mindestens vier unabhängigen Sachverständigen gekostet. Aus dem Anbaugebiet Mosel sind rund 6.000 Weine und Sekte dabei. Diese Landeswein- und Sektprämierung ist eine repräsentative Vergleichsprobe der einzelnen Anbaugebiete.
Prämiert werden nur Weine und Sekte mit einer ausgezeichneten Qualität. Sie müssen die typischen Merkmale des Gebietes, der Rebsorte, des Jahrgangs und der Qualitätsstufe in Geruch und Geschmack prägnant und in hervorragender Weise widerspiegeln. Der Sekt wird zusätzlich nach dem Mousseux, der prickelnden Kohlensäure, in Intensität und Feinheit bewertet. Dem Prüfer sind nur Jahrgang, Rebsorte und Qualitätsstufe bekannt. Die einzelnen Kriterien wie Geruch, Geschmack, Harmonie ergeben zusammen 13 Punkte. Die typische Rieslingnase ist von Fruchtaromen geprägt. Der Geschmack soll kräftig, füllig und körperreich sein. Die Harmonie entwickelt sich aus dem Zusammenspiel zwischen Geschmack und Geruch, Süße und Säure. Die endgültige Punktzahl wird durch drei geteilt. Daraus ergeben sich dann die unterschiedlichen Kammerpreismünzen. Für die goldene Kammerpreismünze muss der Wein mindestens 4,5 Punkte erreichen. Für die silberne Münze 4 Punkte und für die bronzene Kammerpreismünze sind mindestens 3,5 Punkte erforderlich. Die Kammerpreismünzen sind gut sichtbar auf dem Etikett zu sehen und geben dem Käufer eine Sicherheit, dass der Wein auf jeden Fall eine gute Qualität hat. Für jedes Anbaugebiet in Rheinland Pfalz gibt es einen Wegweiser zu den Betrieben mit prämierten Weinen und Sekten. http://www.lwk-rlp.de. Infos zum Weinforum: http://www.weinforum.de
Der Jahrgang 2011 kann sich mit den legendären Weinjahrgängen 1911, 1921, 1945 und 1971 messen. Die Winzer schnitten vorwiegend goldgelbe, vollreife, gesunde Trauben mit hohen Mostgewichten und idealer Fruchtsäure von den Rebstöcken. Solch ein Lesegut stellt besonders aromatische, fruchtige und harmonische Weine in Aussicht. Die Erntemenge beträgt rund 990.000 Hektoliter. Der Absatz von weißen Mosel-Qualitätsweinen im Ausland sei im Jahr 2010 in Wert und Menge um 31 Prozent gestiegen. Im genannten Zeitraum seien rund 32,7 Millionen Liter Moselwein im Gesamtwert von 106,5 Millionen Euro exportiert worden.
Bettina Bartzen am 15.01.2012 •
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Weinforum Trier, Weinjahrgang, Kammerpreismünzen, Prämierung
Unter Weinfreunden ist der Eiswein eine begehrte Rarität. Das Jahr 2011 war ein gutes Weinjahr. Genügend Trauben konnten für den Eiswein hängenbleiben. Wegen der Trockenheit im November und Dezember sind die Beeren bis jetzt in einem guten Zustand. Nur der Frost fehlt. Damit der Eiswein hergestellt werden kann, sind Temperaturen von minus sieben Grad notwendig. Die Trauben werden im gefrorenen Zustand, gelesen und gekeltert. Der Riesling eignet sich besonders gut zum keltern von Eiswein. Eine robuste Sorte, die spät reift und einen hohen Säuregehalt hat. Beim Pressen bleibt ein großer Teil des Wassers in den gefrorenen Trauben zurück - deshalb ist der Zuckergehalt sehr hoch. Eine seltene Delikatesse, die nur in wenigen Ländern hergestellt wird. Angeblich wurden die ersten Trauben für den Eiswein in Bingen-Dromersheim am 11. Februar 1830 gelesen. 1829 war eigentlich ein schlechtes Weinjahr. Als die Winzer in Dromersheim die restlichen Trauben für das Vieh pflückten, stellten sie fest, dass die Trauben einen wunderbar süßen Saft mit hohem Mostgewicht hatten. Je süßer die Trauben, desto höher der Alkoholgehalt. Der Preis richtet sich nach dem Angebot. Einen guten Eiswein erhält man schon für 20 Euro/halber Liter. Der Preis kann aber auch in die Hunderte gehen.
Dafür kann sich die Winzerin Reh-Gartner vom Weingut Kesselstatt freuen. Das DinersClub Magazin ernannte sie zur Winzerin des Jahres 2011. Schloss Marienlay liegt zwar nicht an der Mosel, aber das Ruwertal bei Morscheid ist einen Besuch wert. Der Vater von Annegret Reh-Gartner kaufte das Gut 1978 und baute das Schloss um. Die Geschichte geht bis ins Jahr 1349 auf das Rittergeschlecht Kesselstatt zurück. Der Jahrgang 2011 soll sich mit den Jahrhunderjahrgängen 1911, 1921 oder 1953 messen können. In den nächsten Tagen werden rund 300.000 Flaschen abgefüllt. Im Jahr 2010 waren es 150.000 Flaschen.
Das Weingut Reichsgraf von Kesselstatt besitzt Weinberge an der Mosel, Saar und Ruwer. Der Josephshöfer Weinberg ist durch den Alleinbesitz besonders exklusiv. Dieses Kleinod, ein ehemaliges Kloster mit Weinbergsbesitz von nur 3,8 ha Größe, wurde nach der Säkularisierung 1858 von den Grafen Kesselstatt erworben. Der Josephshöfer Weinberg liegt in der Nähe von Graach an der Mittelmosel bis zur Wehlener Sonnenuhr und dem Graacher Domprobst.
Die Lage ist mit einem Steilhang von 60-70 Grad Steigung nach Süden ausgerichtet, einzigartig. Der graublaue Devonschiefer-Verwitterungsboden mit hohem Feinerdeanteil erzeugt körperreiche würzige Weine. Das Pfirsich-Aroma mit einem Anflug von wilden Kräutern und erdig würzigen Komponenten ist charakteristisch für den Wein. Ein besonderer Wein unter den Moselweinen. Der heutige Josephshof wird von den Graachern immer noch der Merteshof genannt. Fast ein Jahrtausend lang gehörte der Weinberg der Trierer Abtei St. Martin. Matthias Joseph Hayn aus Trier ersteigerte das Juwel 1803 zum Spottpreis von 247 Gulden und nannte ihn Josephshof. Sein Schwiegersohn Mohr verkaufte den Hof im Jahr 1858 für 58.000 Taler dem Grafen von Kesselstatt. Der Josephshof war eines der wertvollsten Besitztümer der Trierer Abtei. Im ehemaligen Kloster Josephshof befindet sich heute Arbeitsplatz und Zuhause für geistig behinderte Menschen.
Bettina Bartzen am 07.01.2012 •
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Eiswein, Josephshöfer, Weingut Reichsgraf von Kesselstatt
Das Neujahrskonzert, am Wochenende 7. und 8. Januar in der Mosellandhalle, Bernkastel-Kues bringt unter dem Motto “Tango y Zarzela” temperamentvolle spanische Rhythmen in unsere kalte Jahreszeit. Das Staatsorchester der Rheinischen Philharmonie unter Leitung von GMD Enrico Delamboye ist tief in die musikalische Klangwelt des iberoromanischen Kulturraumes eingetaucht und hat ein Programm unter dem Titel „Tango y Zarzuela“ hervorgezaubert. Zwischen spanischem Temperament und südamerikanischer Melancholie taucht das Publikum in die Welt der Melodien ein. Zarzuela ist ein spanisches Musiktheater, die eine Ähnlichkeit mit der französischen Opéra comique hat. Die Musik der Zarzuela sind Volkslieder oder populäre Schlager, die zur Handlung passend ausgewählt und teilweise gesprochen oder gesungen werden. Der ursprüngliche Tango stammt aus Argentinien und Paraguay. Die Sopranistin Gaseul Son erhielt ihre Ausbildung an Musikhochschulen in Seoul, Berlin und Maastricht. Sie erreichte erste Anerkennung in europäischen Opernhäusern als Lucia di Lammermoor, Königin der Nacht und Blondchen. Als Solistin trat sie im Concertgebouw Amsterdam und anderen großen Konzerthäusern auf. Rafael Cavero Matellini, geboren in Lima (Peru), studierte in Georgia (USA), Mailand und München und verdiente sich erste Anerkennung in verschiedenen Opernhäusern und Gastspielen bei Klassikfestivals. Die Moderation übernimmt Intendant des Stadttheaters Koblenz, Markus Dietze. Karten und weitere Infos bei der Kultur & Kur GmbH im Kurgastzentrum, Tel. 06531-3000.
Am Samstag, 14. Januar geht es gleich weiter mit dem traditionellen Winzerball in der Mosellandhall Bernkastel-Kues mit der Tanz & Showband Enjoy und einer Comedy-Zauber-Show. In verschiedenen Vorträgen diskutieren Experten über Weinbau, Weinbaupolitok und Marketing am Dienstag und Mittwoch 10. und 11. Januar.
Im Barocksaal Kloster Machern sind am Sonntag, 15. Januar das Salonorchester „Pomp-A- Dur“ zu Gast. Die sechs Musikerinnen spielen mit einer atemberaubenden Virtuosität, die einen einzigartigen Klangkörper bilden. Der Tenor Stefan Lex moderiert mit jugendlichem Charme und subtil-spritzigen Humor. Die Pomp-A-Dur`s stehen vor allem für heitere Salonmusik. Der Walzer Nr.2 von Dimitri Schostakowitsch gehört genauso zum Repertoire wie „Mr. Sandman”, Cole Porters „Wunderbar” und virtuose Titel wie „Schwarze Augen” und der „Gesang der Lerche”. In der Kongresshalle Böblingen wurde “Pomp-A-Dur & Stefan Lex” 2004 zu den “Galakünstlern des Jahres in der Sparte Klassik” gekürt. Infos: http://www.moselmusikfestival.de/
Bettina Bartzen am 02.01.2012 •
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Neujahr, konzert, Bernkastel-Kues, Zarzuela, Weinball
Silvester bedeutet ja wörtlich „Waldbewohner”, auf lateinisch silvestris - bewaldet oder silva - Wald. Das hat aber nichts mit dem traditionellen Bitburger-Silvesterlauf in Trier zu tun. Das Vorbild ist der älteste Silvesterlauf „Corrida Internacional de Sao Silvestre“ in Sao Paulo. Dort laufen seit 1925 mittlerweile 20.000 Sportler nicht in Schnee und Eis, aber bei heißen 30 Grad. Madrid hat in Europa mit 18.000 Sportlern der größte Silvesterlauf. Wie in Brasilien gibt es in Trier Sambatrommeln und gute Stimmung. Am 31. Dezember laufen die besten deutschen Läufer mit internationalen Sportlern, Hobbyläufern und Senioren zum 22. Mal den Jahresabschluss an der Mosel. Die Zuschauer können beim Anspornen schon mal feiern. Hier können sie sich noch anmelden: http://bitburger-silvesterlauf.de/
Aber auch ohne Silvesterlauf ist joggen im Winter gesund. Schon eine halbe Stunde bei Tageslicht im Freien stärken die Abwehrkräfte. Lichtmoleküle regen die Serotonin-Produktion im Körper an und heben die Stimmung. Wer läuft, baut Stress ab, hält seinen Körper fit und steigert sein Selbstwertgefühl. Auch bei Minustemperaturen kann trainiert werden. Dabei ist gründliches aufwärmen und dehnen
wichtig. Also nicht sofort durchstarten und keine Verletzungen riskieren. Dehnen, Gliedmaßen lockern, mindestens zehn Minuten einlaufen. Danach können Sie sich langsam steigern. Die richtige Kleidung, gute Musik, und richtige Schuhe und ab geht es. Ein Stirnband schützt vor Wärmeverlust über die Kopfhaut. Immerhin sind das 40 Prozent. Wer mag, bindet sich einen Schal um den Mund, um beim Atmen die Luft anzuwärmen. Durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen. Dabei erwärmt sich die Luft um zehn Grad und wird angefeuchtet. Reflektierende Kleidung ist besonders im Dunkeln wichtig.
Für begeisterte Läufer ist schon das Laufen eine Belohnung. Der Kopf kann abschalten und dem Genuss Platz machen: kühle, klare Luft, Weinberge, die Mosel, Sonnenschein, gleichmäßige Bewegung, Durchblutung des Körpers, Erwärmen der Muskelpartien. Die Mosel bietet ideale Möglichkeiten zum Laufen. Danach ist die wohlverdiente Entspannung angesagt. Im Hotel zum Kurfürsten ein schönes Buch lesen, sich eine Massage gönnen, einen heißen Tee trinken und den Blick durchs Fenster in die Mosellandschaft genießen.
Bettina Bartzen am 24.12.2011 •
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Silvesterlauf, Trier, Joggen, Gesundheit