Kennen Sie schon das Globusspiel?
Dieses Spiel erfand Nikolaus von Kues (lat. Cusanus) und spielte es mit Freunden. Ziel des Spiels ist es, den Globulus (halbkugelartig ausgehöhlte Holzkugel) möglichst nah am Mittelpunkt der konzentrisch angeordneten Kreise zu platzieren. Aufgrund ihrer Beschaffenheit kann die Kugel den Zielpunkt nicht auf direktem Weg erreichen. Vielmehr nähert sie sich ihrem Ziel ähnlich einer Spirale. Versuchen Sie es selbst einmal. Sehr schnell werden Sie feststellen, dass Sie den Verlauf Ihrer Kugel weder planen noch vorhersehen können. Verstehen Sie dieses Spiel als Sinnbild für die Suche nach Ihrer eigenen Mitte.
Für Erwachsene und Kinder gibt es unterschiedliche Spielvarianten.
Diese Kugel können Sie im Cusanusgeburtshaus (am Nikolausufer 49 hier in Bernkastel-Kues) erwerben oder ausleihen. Viel Spaß dabei.
Noch einige Informationen über den „Erfinder“:
Nikolaus von Kues wurde als Sohn des Händlers und Schiffseigners Johann Cryfftz (=Krebs) im Jahr 1401 geboren. Er war eine der bedeutendsten Personen des 15. Jahrhunderts. Er begann seine Laufbahn als Kirchenjurist, studierte in Köln Theologie, und beschäftigte sich mit Philosophie, Mathematik, Astronomie und Medizin; erhielt sogar den Rang eines Fürstbischofs und Kardinals. 1436 legte Cusanus dem Konzil von Basel eine Vorschlag zur Überarbeitung des bis dato ungenauen Julianischen Kalenders vor, jedoch wurde die Kalenderreform erst 100 Jahre später unter Papst Gregor XIII. durchgeführt und erhielt von ihm seinen Namen.
Hermann Lockmann am 12.06.2008 •
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Globulus Cusanus, Bernkastel-Kues, Spiel
Die Eiserne Weinkarte
Der Wanderweg Eiserne Weinkarte verbindet die Orte Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach. Beginnend im Ortsteil Bernkastel – in der Nähe des Graacher Tores - folgen Sie dem mit Kopfsteinpflaster belegten Weg bergan in die Weinberge. Hier wachsen und gedeihen die Reben für den berühmten Bernkasteler Doktor-Wein. Folgen Sie den Weinbergsmauern mit ihrer typischen Flora und Fauna. Der Wanderweg für an der Ausflugsgaststätte „Zur Eisernen Weinkarte“ vorbei, durch artenreichen Laubmischwald hin zur Wasserscheide zwischen Bernkastel und Taben-Trarbach. Dieses Areal wird landwirtschaftlich genutzt. Zunächst passieren Sie magere Wiesen, kommen anschließend zum Abstieg ins Moseltal, einer abwechslungsreichen Waldlandschaft. Besonders markant sind die Niederwälder mit den dichten Haselhecken. Dieser ist auf die landwirtschaftliche Nutzung zurückzuführen und das in einem Zeitraum von nur fünfzehn bis zwanzig Jahren. Einigen Baumarten, wie z.B. die Rotbuche, bekam diese Nutzung nicht – sie wurde zurückgedrängt. Andere Gehölze wie Hasel, Heinbuche und Eiche gediehen prächtig. Beim Verlassen des Waldes erblichen Sie das Wildbachtal mit seinen Rebhängen. Die Burgruine Grevenburg ist jetzt ebenfalls zu sehen. Viele Rebflächen sind äußerst schwer zu bewirtschaften und sind leider in den letzten Jahren aufgegeben worden. Hier siedelte sich umgehend die Kanadische Goldrute, die die Hänge im Spätsommer mit ihren Blütenblättern in einen kräftigen gelben Teppich verwandelt. Durch ein sehr steil eingeschnittenes winziges Tal führt Ihr Weg hinab nach Traben-Trarbach. Dieser Ort lädt zu einer Rast ein. Nach Ihrer Verschnaufpause können Sie dann eines der Schiffe besteigen, das Sie in ca. zwei Stunden die 17 Kilometer entlang der Orte Kröv, Kinheim, Ürzig, Zeltingen-Rachtig und Wehlen stromaufwärts nach Bernkastel-Kues zurückbringt. Wer mag, kann diese Strecke auf dem Rückweg auch ein zweites Mal passieren. Für diesen Ausflug sollten Sie etwa fünf Stunden einplanen, bei längerer Rast gern auch mehr. Tip: Die Gaststätte “Zur Eisernen Weinkarte” liegt auf dem Weg.
Hermann Lockmann am 11.06.2008 •
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Eiserne Weinkarte, Wandern, Ausflugstip, Höhenwanderweg, Mosel
Das römische Weinschiff
Ein Highlight für alle Puristiker, Historiker, Nautiker und Moselfans.
Das römische Weinschiff ist als Maßanfertigung einer kleinen Moselgemeinde Namens
Neumagen Dhron unter ungewöhlichen Umständen in nur 11 Monaten entstanden.
Er ist der derzeit größte Nachbau eines Römerschiffes, das in deutschen Sprachraum entstand.
Allein die vierzig Ruderriemen sind je 4,60m lang und wiegen ca. 15 kg.
Für dieses Unternehmen wurden die verschiedensten Hölzer verarbeitet, die vorher
bis zu 5 Jahren lagern mussten. Besuchen Sie doch auch den Infomationspavillon „Neumagener Weinschiff“
in Neumagen-Dhron oder im Internet http://www.neumagener-weinschiff.de.
Hier noch ein paar Zahlen für die Technikfans:
(Leer)Gewicht: 14.000 Kg
Länge: ca. 18m
Breite: 4,20m
Tiefgang: ca. 70 cm
Juli 2006 – erste Holzlieferungen
14.09.2007 – Schiffstaufe auf den Namen „Stella Noviomagi“
29.09.2007 - Jungfernfahrt

Hermann Lockmann am 05.06.2008 •
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