Im Stadtteil Kues befindet sich am Ortsausgang Richtung Lieser am Nikolausufer das Geburtshaus von Nikolaus von Kues. Hier wurde er im Jahre 1401 geboren.
1570 wurde das Geburtsthaus völlig erneuert , weshalb es heute nicht mehr in der ursprünglichen Form besteht. Bis zum Jahre 1681 gehörte das Gebäude zum St.Nikolaus Hospital in Bernkastel und gelangte ab diesem Zeitpunkt dann wieder in Privatbesitz.
Nach vielen Umbauten und Veränderungen erwarb es um 1970 die Cusanus-Gesellschaft in Bernkastel-Kues, die es damit vor dem endgültigen Verfall rettete. Bis 1980 schafften es die Organisatoren das Haus vollständig zu renovieren und orientierten sich dabei an der Gestaltung des Neubaus von 1570. Auch heute bietet uns die Cusanus-Gesellschaft das Geburtshaus als Kulturgut in Form von vielen Kunstausstellungen dar.
Das Haus stellt ständig die Ausstellung „Nikolaus von Cues, 1401-1464, Leben und Werk im Bild“ vor. Diese unterrichtet über die Herkunft des Nikolaus von Cues, sein Studium und seine Bildung, sein öffentliches Engagement, über sein Hospital als sichtbares Erbe und seine Schriften als geistiges Erbe. Professor Erich Meuthen stellt Situationen aus seinem Leben sowie seine Legationsreise 1451/1452 dar. Die Räume des Geburtshauses dienen dem kulturellen Leben unserer Zeit, indem Religionsgespräche, Vorträge, Musik und auch Feiern zu verschiedensten Anlässen dort stattfinden.
Die Dokumentationen über den großen Bernkasteler werden durch Animationen wie zum Beispiel das Globusspiel, Stiftungsurkunden des Hospitals und zahlreiche Faksimile-Schriften ergänzt.
Nikolaus von Cusanus zählt wohl zu weit mehr als einer großen geschichtlichen Persönlichkeit. Historiker bezeichnen ihn nicht nur als regional oder lokal bedeutsamen Mann, sondern als einen ganz Großen der abendländischen Geschichte.
Vom Hotel Zum Kurfürsten auf dem Kueser Plateau aus, lässt sich ein wunderbarer Fußweg durch die Weinberge nach Altkues finden. Zwischen den Weinreben hindurch gelangt man in den Ort und von dort erreicht man in wenigen Minuten das Geburtshaus des Nikolaus von Kues.
Carina Laux am 15.04.2009 •
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Bernkastel-Kues, Mosel, Ausflug
In einer sanften Flussbiegung der Mosel liegt der große Weinort Winningen. Hier ragen die Moselberge noch mal steil auf, bevor sie dann in Stufen zum Rhein hin abfallen. Die fruchtbare Gegend wird wohl schon seit der Jungsteinzeit ohne Unterbrechung gesiedelt, dass lassen die Funde aus mehreren Jahrtausenden schließen. Ein römisches landgut oberhalb des Ortes belegt dies für die Römerzeit, während merowingische Gräber Besiedlung im frühen Mittelalter beweisen. Die erste urkundliche Erwähnung findet man 865 von Winningen. Die Grafen von Sponheim hatten den Ort ab 1248 in Besitz und wurde mit ihnen 1557 protestantisch, als einziger ort im Umkreis. Die Winninger Ringmauer (vollendet 1584) war „drei Schuh breit und zehn Schuh hoch“.
Von den ehemals sechs Toren steht noch gut erhalten das Horntor, dazu eine Reihe schöner Fachwerkhäuser. Ihr Fachwerk ist hier nicht moselländisch ochsenblut-rot sondern rheinisch-schwarz gestrichen. Der Weinhof und der Marktplatz sind hier reizvoll. Während des bekannten Weinfestes, welches 10 Tage andauert, wird hier auf beiden Plätzen gefeiert. Dies soll auch das älteste Winzerfest in Deutschland sein. Weiterhin verfügt Winningen über ein Heimatmuseum in der Alten Schule. Dies hat eine schone Sammlung und erinnert hauptsächlich an August Horch ( 1868-1943) den großen Auto-Pionier und Gründer der Audi-Werke, der hier in Winningen geboren wurde.
Hermann Lockmann am 11.04.2009 •
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Winningen, Mosel, Weinfest, Ausflug
Im Mittelalter war Bullay eine freie Reichsstadt und damit nicht dem Trierischen Kurfürsten untertan. Es ist sicher, dass es hier schon eine römische Siedlung gab, die Endung „-lay“ ist jedoch keltischen Ursprungs. Hier in Bullay endete früher das „Saufbähnchen“ von Trier. Die Innenstadt lädt zum Bummeln ein und es gibt gute Gelegenheiten einen „Brautrock“ zu probieren. In Bullay werden jährlich viele feste gefeiert. Zum Beispiel die Maikirmes, diese findet immer am ersten Sonntag in mai statt. Weiter geht es mit der Sommerkirmes, welche stets am 1. Sonntag nach dem 21.07.09 zelebriert wird. Das große Herbst-Weinfest findet immer am zweiten Wochenende im September statt.
In Alf, gelegen an der Mündung des Alfbaches in die Mosel, haben sich viele schöne Fachwerkhäuser erhalten. Die zahlreichen Gasthäuser sind entstanden aus der Zeit, als Alf noch eine Poststation war. In der Nähe von Alf steht auf einem steilen Felsen die Burg Arras. Diese wurde nach Verfall wieder aufgebaut und ist zum jetzigen Zeitpunkt auch bewohnt. Von diesem Punkt aus, hat man auch eine herausragende Fernsicht.
Carina Laux am 11.04.2009 •
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Bullay, Alf, Mosel, Ausflug, Weinfest
Ein humanistischer gelehrter von europäischen Rang hat in Trittenheim das Licht der Welt erblickt: Johannes Trithemius. Dieser lebte von 1462 bis 1516 und hieß eigentlich Johannes Zeller. Er wurde später Abt von Sponheim bei Bad Kreuznach und des Schottenklosters zu Würzburg.
Der Weinort Trittenheim liegt schön in einer Moselschleife. Die beiden Fährtürme am Moselufer beherrschen den Ort und zeugen von der langen Tradition des Übersetzens. Die erste Brücke wurde 1909 erbaut. Sehenswert ist die Pfarrkirche St. Clemens. Diese Kirche wurde am Ende des 18. Jahrhundert errichtet. Die aus dem Jahre 1654 stammenden Bilderstöcke, mit der Darstellungen der Passion Christi, ergänzen die schöne Schlichtheit von innen.
Vom Trithemius-Denkmal an der Brückenauffahrt aus geht es hoch zur recht steilen Zummethöhe. Oben angekommen, kann man einen atemberaubenden Rundblick über die gesamte Moselschleife genießen. Durch die Weinberge eine Wanderung entlang des Kreuzweges führt zur Laurentius-Kapelle. Diese wurde schon erstmals 1569 erwähnt. Sie liegt auf dem Kamm des Südwesthanges der Moselschleife.Noch ein Stück weiter gewandert trifft man auf einen sagenhaft großen Hinkelstein.
Wer mehr über den Wein und seinen zum Teil schwierigen Anbau wissen möchte, kann dies auf einer Wanderung entlang des Weinlehrpfad erfahren. Hier gibt es auch Führungen nach Anmeldung unter: 06507/ 2277. Der Weinanbau in Trittenheim verdankt seinen Aufschwung vor allem den Klöstern und dem Adel. Urkundlich wird der ort schon 893 erwähnt im „Prümer Urbar“, eine frühe Form der heutigen Kataster, in der schon vor mehr als 1000 Jahre Orts- und Liegenschaftsgrenzen festgehalten wurden.
Carina Laux am 09.04.2009 •
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Mosel, Trittenheim, Ausflug, Erlebnis
Igel ist ein kleiner Ort kurz vor Trier. Diese Ortschaft beherbergt ein besonders bemerkenswertes Objekt, die so genannte „Igeler Säule“. Die Gebrüder Lucius Secundinius Aventinus und Lucius Secundinius Securus ließen den 23 Meter hohen Obelisk als Denkmal für sich und die verstorbenen Angehörigen Ihrer Familie. Die Brüder waren ihrer keltische Treverer, die aber Land besaßen, das sie von Pächtern bewirtschaften ließen. Sie Brüder sprachen den selben Dialekt wie das Volk und trugen auch die selbe Kleidung, obwohl sie rechtlich als Römer anerkannt waren. Wo heute die Dorfkirche steht, war früher die Villa der wohlhabenden Familie und auch wahrscheinlich die Gräber.
Die erbaute Säule sollte die Verdienste und die Bedeutung der Tuchmanufaktur, zum anderen symbolisieren sie gemäß der antiken Mythologie auch das Eingehen der Sterblichen in ein besseres Leben und die verdiente Aufnahme ihrer Seelen in den Himmel.
Die Säule wäre aber über die Jahrhunderte nicht erhalten geblieben, wenn im Mittelalter das Familienbild auf der Vorderfront nicht als Vermählung der Kaiserin Helena mit Constantius Chlorus gedeutet worden wäre. Erst im 16. Jahrhundert erkannte man den wahren Sinn des Bauwerkes.
Carina Laux am 08.04.2009 •
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