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Oldtimerralley an der Moselschiefer-Straße

Was kann man außerdem mit Moselschiefer verbinden? Beim lesen des letzten Artikels von Silke Neuhauck ist mir die Oldtimerralley an der Moselschiefer-Straße eingefallen. Im Herbst treffen sich in Mayen mindestens 150 Oldtimer aus ganz Deutschland. Die Ralley führt 110 km durch die Eifeler Vulkanlandschaft und an den Weinbergen der Mosel entlang. In den Orten Mayen, Monreal, Kaiseresch Cochen und Treis kann man Oldtimer bis Baujahr 1973 bei der Durchfahrt bewundern.  http://www.moselschieferstrasse.de/ 
Zurück zum Artikel. Der Mayener Lavastrom endete vor 200.000 Jahren direkt am Katzenberg und gründete damit den späteren Schieferbergbau. Katzenberg und Margareta gehört heute zu den modernsten und größten Schieferbergwerken Mitteleuropas. Der Moselschiefer wurde schon 1588 als Marke eingetragen. Der Pfusch am Bau an der St. Margareta Kirche in Kürten-Olpe wird jetzt mit echtem Moselschiefer restauriert.
Jetzt fällt mir noch ein interessantes Fest zum Thema Moselschiefer ein: Die heilige Barbara ist die Schutzpatronin der Bergleute, Steinbrecher und Architekten. Sie beschützt mit Bibel, Palmwedel, Kelch, einem Turm mit drei Fenstern und einem Schwert die Bergleute bei ihrer gefährlichen Arbeit. In Fell wird die Heilige Barbara am zweiten Adventssonntag mit einer Parade geehrt. Mit prachtvollen Trachten zieht die Bergmannskapelle mit der Barbarastatue durch den Ort bis zur Barbaragrotte um den Toten im Schieferbergbau zu gedenken. Ich werde den Termin in meinem Kalender vormerken.


Bettina Bartzen am 28.06.2009 • 0 Comments • 1439 Aufrufe • Permalink

Kategorien: Mosel
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Wer aus der schönen Moselregion stammt, will immer wieder dahin zurück. Auch meine Mutter, die es ins “Ausland” in die Nähe von Köln verschlagen hat, spricht stets mit großem Heimweh von ihrem Heimatörtchen. Aber mich am Sonntagmorgen aus dem Bett werfen, weil sie einen Artikel darüber gefunden hat, dass Moselschiefer die beste Qualität hat, das fand ich dann doch ein bisschen übertrieben.

Darum geht es: Für die Pfarrkirche von Kürten-Olpe wurde nicht nur Schiefer von der Mosel importiert, sondern auch die Handwerker.

»„Bester Moselländer Schiefer kommt jetzt druff“, berichtet der Dachdecker in seinem heimatlichen Dialekt. Seit drei Jahrzehnten ist er im Geschäft, er kennt die Vorzüge der schwarz glänzenden Schieferplatten seit langem. Regen, Wärme, Sonne, Kälte, nichts könne dem in über 100 Metern Tiefe gewonnenen Schiefer etwas anhaben. Er klopft auf eine der Platten, die palettenweise auf dem Kirchplatz lagern und auf Verarbeitung warten. „Gute Qualität aus dem Bergwerk Katzenberg. Die halten fast ewig.“ Bauleiter Lothar Harmuth kalkuliert mit 100 bis 150 Jahren „Lebensdauer“. [...] „Der Sauerländer-Schiefer ist lange nicht so robust wie der von der Mosel“, sagt Architekt Michael Retz. Abgerechnet worden sei vor inzwischen gut einhundert Jahren beim Kirchbau allerdings der teure Mosel-Schiefer, wie alte Dokumente bewiesen. „Ich will den Handwerkern von damals nichts unterstellen. Aber da könnte man auf Gedanken kommen“, sagt Retz. Der mutmaßliche Pfusch am Bau ist natürlich längst verjährt.«

Skandal am Bau, hundert Jahre alte gefälschte Abrechnungen und dann noch die Aussage, dass Moselschiefer der Beste ist ... Mutter war sehr aufgeregt.

Um diese Kirche geht es. Nur falls es Sie mal nach Kürten-Olpe verschlägt. Man weiß ja nie.


Silke Neuhauck am 21.06.2009 • 0 Comments • 1067 Aufrufe • Permalink

Kategorien: Mosel Unterhaltung

Herrliche Landschaftsaufnahmen!

Haben Sie es auf den ersten Blick bemerkt? Es handelt sich um eine Rundflug-Simulation mit einer Cessna 172 über die Mosellandschaften um den einzigartig gelegenen Moselflugplatz von Traben-Trarbach und gar nicht um echte Filmaufnahmen.

Mehr über den »echten« Flugplatz Mont Royal erfahren Sie auf dessen Website Moselflugplatz.de.


Silke Neuhauck am 18.06.2009 • 0 Comments • 1476 Aufrufe • Permalink

Kategorien: Mosel Video

Die Mosellandschaft rauscht an mir vorbei. In knapp anderthalb Stunden habe ich mein Ziel von Trier nach Koblenz erreicht. Im 19. Jahrhundert war diese Fahrt mit beschwerlichen Abenteuern verbunden und dauerte 30 Stunden. Immerhin hatten die Reisenden mehr Gelegenheiten die Landschaft zu entdecken. Ab dem 17. Jahrhundert gingen Adelige oder reiche Bürger auf »Grand Tour«. Auf dieser Bildungsreise lernte man verschiedene Staaten, Verwaltungssysteme, Wirtschaft und Kultur kennen. Erzieher, Diener und Künstler reisten mit. So folgte auch der englische Maler William Turner (1775 - 1851) dem touristischen Trend und malte unzählige Moselbilder, die in der Londoner Tate Gallery zu sehen sind. Das bekannteste Aquarell zeigt Bernkastel und Landshut von der Mosel aus. Dieses Bild hängt nun in New York. Auch das Stadtmuseum Simeonstift in Trier zeigt einige Moselbilder von bekannten Künstlern. Die Mosellandschaften wirken auf vielen Bildern mit ihren dunklen, hohen Bergen eher bedrohlich als lieblich. Strapazen und Abenteuer wurden Bild besonders hervorgehoben. Na ja, unangenehme Reiseerlebnisse sind mit etwas Übertreibung und Witz immer die besten Geschichten bei den zuhause gebliebenen.
Mit dem Bau der »Kanonenbahn« von 1875 bis 1879 dauerte eine Fahrt von Trier nach Koblenz nur noch drei Stunden. Die Bahn wurde aus militärstrategischen Gründen gebaut, um die lothringische Hauptstadt Metz mit der Hauptstadt Berlin zu verbinden. Die Bahn war das erste stabile und wetterunabhängige Verkehrsmittel und wurde auch zivil stark genutzt. Damit veränderte sich das Reisen. Man hatte weniger Zeit die Umgebung zu entdecken. Karl Baedeker revolutionierte die Reiseliteratur und machte die Reisenden unabhängig von Fremdenführern. 1828 veröffentlichte er den ersten Rheinreiseführer. Das Buch wurde ein Bestseller. Man kann sagen, Baedeker ist der Wegbereiter des Massentourismus. Gründerzeitliche Bahnhofsanlagen rauschen an mir vorbei, der längste Hängeviadukt Deutschlands bei Pünderich ist überquert. In einer alten Postkutsche mit Erzieher, Diener und eigenem Maler die Mosel entlang zu reisen, ist bestimmt ein ganz besonderes Erlebnis. Die Zeiten haben sich geändert. Wenn ich mit dem IC in Koblenz ankomme, werde ich das Grab von Baedeker auf dem Hauptfriedhof besuchen.


Bettina Bartzen am 16.06.2009 • 0 Comments • 1605 Aufrufe • Permalink

Kategorien: Mosel
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Was mache ich an Fronleichnam? Ich beginne meinen Ausflug in Schweich mit der Fronleichnamsprozession und anschließendem Pfarrfest an der Pfarrkirche St. Martin. Früher nannte man dieses Fest Bluts- oder Prangertag. Dann hört sich Leib Christi doch etwas feiner an. Hier wurde die Straßenweinfestsaison schon im Mai eröffnet. Aber der Ort feiert in diesem Jahr noch etwas besonderes. Vor 25 Jahren ist Schweich zur 106. Stadt von Rheinland-Pfalz ernannt worden. Der miitelalteriche Fährturm am Hafen ist das Wahrzeichen von Schweich. Dieser Turm gehörte zu den wichtigsten Fährübergängen der Mosel zwischen Trier und Koblenz. Dort befindet sich auch der Campingplatz mit direktem Blick zur Mosel. Die Römer haben den Wein nicht nur über die Mosel verschifft, sondern auch auf dem Landweg wurde der Wein bis nach Köln (Colonia Agrippina) und Mainz (Moguntia) transportiert. Von Kenn bei Trier bis Leiwen moselabwärts, befinden sich 18 Ferienorte der »Römischen Weinstraße.« Wer noch Zeit hat und die römische Weinstraße erwandern möchte, mit dem Auto geht es etwas schneller, kann sich in Longuich die rekonstruierte Villa Urbana anschauen. Das ist ein sehr schönes römisches Anwesen, vermutlich der Altersruhesitz eines römischen Beamten. Die Badeanlage besteht aus einem Heißbad, ein Warmbad, ein Schwitzbad, ein Kaltbad und dem Feuerungsraum. Die Römer wussten einfach zu genießen und haben den Wellnessurlaub schon damals erfunden.


Bettina Bartzen am 10.06.2009 • 0 Comments • 1921 Aufrufe • Permalink

Kategorien: Mosel
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