Bernkastel-Kues ist Heimat von Rieslingreben für einige der edelsten Tropfen der Welt. Die Weinlage „Wehlener Sonnenuhr” hat den Ort ebenso berühmt gemacht wie der weltbekannte „Bernkasteler Doctor”. Auf den bis zu 60 Grad ansteigenden sonnigen Hängen und Terrassen der Schiefer-Steillagen oberhalb der Mosel findet die Rieslingtraube ein ideales Terrain. Das wussten auch die alten Römer, die schon vor über 2000 Jahren den Rebenanbau im Moseltal einführten. Heute keltern die über hundert Winzer von Bernkastel-Kues trockenen Riesling, Elbling, Rivaner, Weiß- und Grauburgunder sowie einige Rotweine, etwa Spätburgunder oder Dornfelder. Rund 1,5 Millionen Besucher zählt Bernkastel-Kues jährlich, 30 Prozent davon kommen aus dem zumeist europäischen Ausland. Fast alle haben Weinproben - teilweise in mehreren Sprachen - im Programm. Die Gäste könne auch bei der Weinlese mithelfen. Im multimedialen Moselweinmuseum in Bernkastel-Kues erfährt der Besucher alles über die Geschichte des Weinanbaus an der Mosel. Im historischen Gewölbekeller der Vinothek liegen über 130 Weine von Mosel, Saar und Ruwer zur Degustation und zum Kauf bereit. Ausführliche Texttafeln und ein Gespräch mit einem erfahrenen Kellermeister machen den Besuch zu einem ganz persönlichen Weinstudium.
An Pfingsten im Stadtteil Kues und an Christi Himmelfahrt im Stadtteil Wehlen werden die Winzer zu Wirten und laden auf ihren Höfen in lockerer Atmosphäre zum Verkosten des neuen Jahrgangs ein. Dazu kann der Gast moselländische Spezialitäten probieren. Ein Tipp für alle, die auf den Geschmack gekommen sind: Auf dem Marktplatz von Bernkastel-Kues werden echte Rebstöcke angeboten mit ausführlichen Ratschlägen für den Anbau. So können Gäste sich ihren Lieblingswein auch in besonderer Form mit nach Hause nehmen!
Am ersten Wochenende im September findet traditionell das große Weinfest der Mittelmosel in Bernkastel-Kues statt. An über 30 Weinständen präsentieren Winzer ihre bekannten Rieslingweine. Zu den Attraktionen gehören ein Weinprobierabend, die Krönung der Weinkönigin, ein brilliantes Feuerwerk, der farbenprächtige Winzerfestzug sowie ein großer Vergnügungspark. Wer es lieber etwas beschaulich mag, sollte die „Tage der offenen Weinkeller” besuchen.
Bettina Bartzen am 31.03.2010 •
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Weinfest, Vinothek, Pfingsten, Bernkastel-Kues
Die Mosel ist das reinste Angler-Paradies geworden. Da schwimmen Forellen, Hechte, Barsche, oder Karpfen. Sie müssen nur geangelt werden. Wer bei Bernkastel angeln möchte, erhält die Erlaubnisscheine zum Angeln im Zoo-und Angelfachgeschäft „Amazonas“ im Toom Markt Telefon: 06531 – 6197. Es gibt auch Forellenteiche im Tiefenbachtal. 06531-2400 an Sonn-und Feiertagen von 8.00 bis 14.00 Uhr. Wer in der Nähe von Luxemburg angelt, erhält Tagesscheine bei den jeweiligen Ortsvorstehern. Die Hechte schwimmen von April bis Oktober gerne im flachen Wasser. Mit Wobblern, das sind kleine Gummifische angelt es sich am besten. Zandern entwickelt sich als Hechtersatz in der Mosel positiv. Also wer keinen großen Hecht angelt, dann vielleicht ein Zander. Hier ein Rezept für den gefangenen Hecht: Der ausgenommene Hecht, salzen, pfeffern und mit Zitrone einreiben. Auflaufform mit Butterstückchen, Zwiebel, Tomaten und gehackte Petersilie auslegen. Hecht darauflegen und mit süßem Senf und Curry-Ketchup bestreichen. 50 Minuten bei 180 Grad garen. Während des Garens mit Sahne und Milch den Fisch ab und zu beträufeln. Fertig. Und guten Appetit!
Bettina Bartzen am 27.03.2010 •
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Angeln, Fisch, Mosel, Forellen, Hecht
„Für Frauen ist es nicht gut Wein zu trinken. Sie schnappen leicht über und Wein schläfert die Sinne ein, die man bei einer Dame quicklebendig finden möchte”, diese Meinung hatte der römische Schriftsteller Claudius Aelinus. Die Gesetze im römischen Reich waren sehr unterschiedlich. Mal tranken die Frauen die Männer unter den Tisch, mal wurden sie für ihren Weinkonsum geköpft. Konsul Cato (234-149 v.Chr.) führte strenge Sitten ein. Der Kuss sollte den Weinkonsum einer Frau testen. Etwas später, zu Zeiten Lucius Seneca, (4 v. Chr. - 65 n. Chr.) haben die Frauen wieder gemeinsam mit den Männern getrunken. Die christlichen Zeiten waren gemäßigter. Hildegard von Bingen (1098-1179) entwickelte über 30 Kräuterrezepturen und erlaubte ihren Nonnen jeden Tag ein Gläschen Wein. 1991 beginnt eine andere Geschichte über Frauen und Wein. Sieben Weinfrauen aus dem Kaiserstuhl gründeten Vinissima, http://www.vinissima-ev.de/ ein bundesweites Netzwerk für Frauen in der Weinbranche. Winzerinnen, Önologinnen, Gastronominnen, Sommelieren und Weinhändlerinnen zählen zu den 340 Mitglieder. Der Verein fördert den Austausch von Wissen, Erfahrung und persönliches Kennenlernen zwischen den professionellen Weinkennerinnen. Mitglieder werden nur auf persönliche Empfehlung aufgenommen. Martina Kröber ist regionale Sprecherin der Mosel und Ahr und gibt Interessierten bestimmt Auskunft. Sie führt eine Vinothek in Winningen, Am Heideberg 10. Ist zwar ein gutes Stück von Bernkastel-Kues entfernt, dafür ist man fast in Koblenz und kann noch schnell den Weinhexbrunnen besichtigen.
Bettina Bartzen am 22.03.2010 •
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Frauen, Wein, Vinissima, Winningen, Cato, Hildegard von Bingen, Seneca, Weinhexbrunnen
Der Weinliebhaber findet in Graach das Himmelreich, den Domprobst und den Abtsberg. Bis zum 18. Jahrhundert besaßen nur Klöster und Kirchen Weinberge. Heute erinnern theologische Namen an die damaligen Besitzer. Graach ist nur 2 km von Bernkastel-Kues entfernt und vom http://www.zum-kurfuersten.de/ sehr schnell erreichbar. Das Wein- und Käsefest am 20. März ist eine gute Gelegenheit Graach näher kennenzulernen. Im Ortsteil Schäferei beginnen viele Wanderwege mit einem wunderschönen Weitblick über das Moseltal. Auf einem Plateau an der schmalsten Stelle der Moselschleife befindet sich ein seltener Militärbau. Die Graacher Schanzen sind Reste einer Verteidigungsanlage aus dem 18. Jahrhundert von denen kein einziger Schuss abgefeuert wurde. Die Preußen und Österreicher schützten sich in dieser Anlage vor den französischen Revolutionsarmeen. Am Ende mussten sie das Gebiet doch den Franzosen überlassen. Wir müssen rechtzeitig um 19.00 Uhr zum Wein und Käsefest sein. Dort gibt es nicht nur den passenden Käse zum Wein. Auch Hausmacher Wurst passt zum Wein. Der Musikverein “Harmonie” spielt ein ausgewähltes Konzertprogramm. Am späten Abend werden erlesene Graacher Weine verlost. Wer immer noch nicht ins Bett möchte und die Moselfeste bis zum Schluss erleben will kann ab 22.30 Uhr die Nacht durchtanzen.
Bettina Bartzen am 16.03.2010 •
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Graach, Wein, Käse, Militärbau Schanzen, Himmelreich, Schäferei, Wanderwege, Musikverein Harmonie
Wie finden sich Neulinge in der unermesslichen Vielfalt der Weine zurecht? Einfach alle Weine probieren oder eine Ausbildung zur Sommelière auf der Sommelièreschule in Koblenz. Die Ausbildung dauert sechs Monate mit einem zweiwöchigen Praktikum im Weinberg. Von Vorteil ist eine Ausbildung als Restaurant- oder Hotelfachfrau/mann. Dabei ist Kreativität und Spontanität gefragt. Hier lernt man Gerüche erkennen und Geschmack beschreiben und die Kunst den passenden Wein zum Menü zu finden. In einem Rhetorikkurs lernen die Auszubildenden mit Worten Weine beschreiben. Der Klang der Worte beeinflusst den Geschmack des Weines. Lagerhaltung, Einkauf und Organisation gehören auch zum Berufsbild des Sommelières. Auf dem Sekt- und Weinerlebnistag der Moselland Ag in Ernst am 14.März kann man schon mal zur Sommelièrsausbildung üben. http://www.ernst-mosel.de/ Ein Glas Wein mit einer Aussicht auf die Weinberge findet der Besucher im „Alten Pfarrhaus“. Dort stand im 19. Jahrhundert eine Kirche mit Friedhof. Am Eingang der Terasse erinnert ein Grabstein an die Vergangenheit. Ernst liegt in der Nähe von Cochem und ist eine Tagestour vom Hotel „Zum Kurfürsten“ entfernt. http://www.zum-kurfuersten.de
Bettina Bartzen am 10.03.2010 •
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Sommelièreschule, Ernte, Altes Pfarrhaus, Weinerlebnistag, Moselland