Dieses Wochenende steht die Moselstadt Trier auf dem Programm. „Brot und Spiele“ ist das einzigartige Römerspektakel mit vielen Shows, Lichtinstallationen und Theaterbühnen. Im Amphitheater spielt die neue Inszenierung „Der Kampf des Herkules“. Der unbesiegbare Gladiator Herkules kämpft gegen die siebenköpfige Hydra aus der Herkulessage. Die spannende Geschichte beruht auf historischen Quellen und spielt an einem Originalschauplatz. Im Amphitheater kämpften schon vor 2000 Jahren Gladiatoren. In den Kaiserthermen wird das alltägliche leben der Römer dargestellt. Selbst kann man auch mit anfassen. Bogenschießen, Töpfern, Schreinern, oder Schmieden. Hier erleben sie, wie Handwerker vor 2000 Jahren gearbeitet haben. Sie können als Geselle einem Mosaikleger helfen oder zusehen, wie ein Steinmetz ein Sarkophag aus rohem Stein haut. Die römischen Lehmbaumeister rekonstruieren eine historische Wand aus einer Grabung in Trier und im Palastgarten kämpfen römische Legionäre mit germanischen Kriegern.
Für Nachtschwärmer sind die Kaiserthermen kunstvoll beleuchtet. Coole Musik zum chillen und römischen Drinks im Caldarium, dem ehemaligen Warmwasserbecken. Das Caldarium ist dieses Wochenende speziell zu diesem Event geöffnet. Jeweils um 21.00 Uhr werden die Kaiserthermen in eine mystische Klang- und Lichtinstallation verwandelt. In den unterirdischen Gängen treffen sich antike Götter und Menschen. Die Tanzperformance erzählt vom antiken Mythos Zeus dem Kriegshelden Amphitryon und seiner Gattin Alkmene. Inszeniert vom Choreographen Alexander Galitski und komponiert von Peter Mergener.
Hier noch etwas zur Geschichte. In der Kaiserzeit trafen sich die Römer nicht nur zur notwendigen Körperreinigung, sondern zum Plaudern und entspannen. Das Großbauprojekt Kaiserthermen begann 293 n.Chr. und hatte mehrere Bauphasen. 316 n.Chr. blieben die Bauarbeiten 50 Jahre liegen, da Kaiser Constantinus (305-337) nach Konstantinopel umzog. Sehr wahrscheinlich sind nur das Caldarium, Kesselhaus und Tepidarium vollendet worden. Kaiser Flavius Gratianus führte die Bauarbeiten von 367 bis 436 weiter. Da die Kirche öffentliche Badehäuser ablehnte, rasteten in den Kaiserthermen nur noch Truppen und Pferde. Das Caldarium diente als Exerzierhalle.
Am Samstag um 10.00 Uhr marschieren römische Legionäre durch die Innenstadt Trier an der Porta Nigra vorbei zu den Kaiserthermen.
Bei dieser Gelegenheit lohnt sich ein Besuch im Rheinischen Landesmuseum. Die Multimedia-Show „Im Reich der Schatten“ Leben und Lieben im römischen Trier – ein mediales Raumtheater ist eine aussergewöhnliche Installation. Die Abenteuer des Asper und Merkur werden auf meterhohe Grabdenkmäler projiziert. Mit Filmsequenzen, Musik und Sprache werden die Reliefs wieder lebendig. Während der „Brot und Spiele“ gibt es einen Sonderpreis zu 5,50 Euro. Die Installation ist jeweils um 11.30, 14.00 und 17.00 Uhr zu sehen. http://www.brotundspieletrier.de/
Bettina Bartzen am 12.08.2010 •
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Römer, Museum, Theater, Trier, Mosel, Kaiserthermen, Kampf des Herkules
Wer an der Mosel Urlaub macht sollte unbedingt die Weine probieren. Die Auswahl bei der Vielzahl von Weinen Wer sich in Weinen nicht auskennt, hat es schwer sich bei dieser Vielzahl von Weinen zu entscheiden. Da helfen Empfehlungen, Weinproben, oder einfach ausprobieren. Rotwein, Rosé, Weißwein lieblich oder trocken, an der Mosel ist für jeden Geschmack etwas dabei. Hier sind einige Siegerweinen des Gastronomiewettbewerbs „Der beste Schoppen“ aus der Verbandsgemeinde Bernkastel. Der 2009er Spätburgunder Qualitätswein aus der Kategorie Rosé/Weißherbst vom Weingut Thanisch aus Lieser. Die Familie Thanisch baut seit 1648 Weine an. Das Weingut liegt im Weinort Lieser, nur drei Kilometer von Bernkastel entfernt. http://www.thanisch.de/
Der Rotwein 2009er Maring Noviander Honigberg Spätburgunder Quatitätswein vom Weingut Rosenhof. Ein lieblicher Riesling Kemmer’s Panorama-Hotel in Graach-Schäferei. Der Wein kommt aus dem Weingut Gerd Fritzen in Osann-Monzel.
Vier Weinstuben in Bernkastel-Kues sind mit der Medaille „Haus der besten Schoppen“ ausgezeichnet. Diese Medaille bekommen nur Weinstuben, die mindestens zwei Drittel der Schoppenweine in den letzten zwei Wettbewerben eine Auszeichnung erhielten.
Dazu gehören: Die Weinstube Schmitz-Bergweiler in Bernkastel-Kues, ganz in der Nähe vom Märchenhotel in der Karlstraße 13. Das Domizil Schiffmann in Mülheim, Hotel Restaurant Zeltinger Hof, SVM Mittelmosel Zeltingen 1975 e.V. in Zeltingen. Auf der Webseite http://www.derbesteschoppen.de haben sie einen Überblick über die prämierten Weine.
Aber was bedeutet eigentlich das Wort Schoppen? Schoppen kommt von schöpfen, ein Gefäß für Flüssigkeiten. Das Wort ist aus dem Niederdeutschen ins Französiche gewandert von dort wieder zurück ins Hochdeutsche. Heute ist ein Schoppen immer ein alkoholisches Getränk. Wer einen Schopppen bestellt, kann auch mal Bier oder Apfelwein bekommen, je nach Region. Aber in der Regel ist ein Schoppen ein Glas Wein. Die Menge ist unterschiedlich. Das variiert zwischen einem viertel und einem halben Liter. In der Schweiz heißen alle Babytrinkflaschen mit Schnuller Schoppen. Besonders in ländlichen Gebieten trifft man sich zum Frühschoppen nach der Messe, um über Politik und Neuigkeiten zu sprechen. Der Frühschoppen ist Männersache. Bis in die 60ziger Jahre waren Frauen bei Frühschoppen verboten oder zumindest nicht erwünscht.
Und wie erlebt man den ultimativen Weingenuss? Der Geruch macht 90 Prozent des Geschmackserlebnisses aus. Es ist unglaublich, wie viele Nuancen man über den Geruch erkennen kann. Filigrane Rieslingweine mit saftigem Körper und großem Potential. Und was bedeutet das? Weine können fruchtig, blumig, holzig, rauchig oder würzig schmecken. Der erste Schluck muss geschlürft werden. Mit der Luftzufuhr setzt der Wein noch mehr Duftstoffe frei. Nach dem Herunterschlucken eröffnen sich weitere Geschmacksnuancen die ausgekostet werden sollten. Danach den Mund mit Wasser ausspülen, damit die Geschmacksnerven für weitere Weinerlebnisse bereit sind. Im Wein befinden sich rund 500 Stoffe. Ein körperreicher Wein muss nicht viel Alkohol besitzen, sondern viele Extrakte, also Substanzen. Die extraktreichen Weine sind körperreich, vollmundig oder voll. Flach, dünn oder kurz werden extraktarme Weine bezeichnet.
Bettina Bartzen am 10.08.2010 •
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Weinprobe, Rotwein, Riesling, Maring Noviander, Bernkastel, Q
Seit 1555 erlaubten die Grafen von Veldenz dem Ort Mülheim einen Markt- und Gerichtstag abzuhalten. Das war der erste Mittwoch im August. Deshalb wird seit 470 Jahren in der ersten Augustwoche der Mülheimer Markt gefeiert. Heute gibt es ein Weinfest, ein Festzug und den Rummelplatz. Obwohl der Mülheimer Markt nicht an einem Wochenende stattfindet, kommen jedes Jahr viele Besucher. Der Spielmannszug eröffnet am Dienstag den Markt. Auf der Grafschafter Weinprobe im Festzelt von Mülheim krönt die Moselkönigin Katarina Okfen die neue Weinkönigin der Sonnenlay „Julia I“. Ab 18.30 Uhr ist das Festzelt geöffnet. Der Eintritt kostet 16 Euro. Die 21-jährige Studentin Katarina Okfen präsentiert den Moselwein in aller Welt. Für ihren Job müssen die Moselköniginnen ein fundiertes Wissen über Weinbau, Marketing und Verbraucherberatung mitbringen.
Der große Festzug hat dieses Jahr das Motto “Ein Kinderbuch und ein Glas Wein - dazu laden wir Euch herzlich ein.” Viele Trachten und Tanzgruppen ziehen durch die Straßen und zeigen wie die Mosellaner feiern können. Am Donnerstag wird nach dem Frühschoppen der Bauernmarkt eröffnet. Ab 17.00 Uhr ist die großen Zeppelinverlosung. Auf jeden Fall ist von Dienstag bis Donnerstag auf der Festwiese in Mülheim immer was los.
Noch etwas zur Gecchichte Mülheims. Die Römer gingen, die Franken kamen. Der Bischof von Verdun Agericus Molinem regierte von 591 bis 1552 über das Gebiet. Die Fürsten wurden von Bischöfen eingesetzt, diese konnten sich immer selbständiger machen und trugen seit 1129 den Grafentitel. Mal Kurpfalz, seit 1795 Bayern, dann wieder französische Herrschaft und schließlich preußisch-deutscher Amtsort bis 1971. Mülheim und die Grafschaft Veldenz hat eine bewegte Vergangenheit, die noch in Ruinen zu erkunden ist. Die Villa Romana und das Schloss Veldenz. Das Schloss ist eine Burgruine 1,5 Kilometer von Veldenz entfernt. Diese Anlage war im 15 Jahrhundert die größte Burg an der Mittelmosel. Nach dem 30jährigen Krieg wurde sie 1681 als Steinbruch genutzt, dann gehörte sie der Kurpfalz, dann den Bayern und heute ist sie im Privatbesitz der Familie Haufs-Brusberg.
Wer auf den Pfaden der Vergangenheit wandeln möchte hat noch weitere Gelegengheiten dazu. Ein Signalturm aus dem 12. Jahrhundert, ein Münzhaus ein Keltenwall und dazu verschiedene Museen mit thematischen Ausstellungen. In der Natur finden sich auch einige Sehenswürdigkeiten. Auf der Josefinenhöhe hat man einen unglaublichen Ausblick nach Veldenz bis zum Hunsrück. Weitere interessante Plätze sind der Wildgarten oder der Pionierfelsen. Mülheim liegt direkt an einem Berg, der komplett mit Weinreben bepflanzt ist. Angeblich der einzige Berg in Europa. Wer nur zum Bauernmarkt möchte, hier das Programm: http://www.muelheimmosel.de/marktvorverkauf.html
Bettina Bartzen am 02.08.2010 •
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Bauernmarkt, Burg Veldenz, Moselkönigin, Festzug, Mülheim