Mosel-Blog

Trittenheim

Ein humanistischer gelehrter von europäischen Rang hat in Trittenheim das Licht der Welt erblickt: Johannes Trithemius. Dieser lebte von 1462 bis 1516 und hieß eigentlich Johannes Zeller. Er wurde später Abt von Sponheim bei Bad Kreuznach und des Schottenklosters zu Würzburg.
Der Weinort Trittenheim liegt schön in einer Moselschleife. Die beiden Fährtürme am Moselufer beherrschen den Ort und zeugen von der langen Tradition des Übersetzens. Die erste Brücke wurde 1909 erbaut. Sehenswert ist die Pfarrkirche St. Clemens. Diese Kirche wurde am Ende des 18. Jahrhundert errichtet. Die aus dem Jahre 1654 stammenden Bilderstöcke, mit der Darstellungen der Passion Christi, ergänzen die schöne Schlichtheit von innen.
Vom Trithemius-Denkmal an der Brückenauffahrt aus geht es hoch zur recht steilen Zummethöhe. Oben angekommen, kann man einen atemberaubenden Rundblick über die gesamte Moselschleife genießen. Durch die Weinberge eine Wanderung entlang des Kreuzweges führt zur Laurentius-Kapelle. Diese wurde schon erstmals 1569 erwähnt. Sie liegt auf dem Kamm des Südwesthanges der Moselschleife.Noch ein Stück weiter gewandert trifft man auf einen sagenhaft großen Hinkelstein.
Wer mehr über den Wein und seinen zum Teil schwierigen Anbau wissen möchte, kann dies auf einer Wanderung entlang des Weinlehrpfad erfahren. Hier gibt es auch Führungen nach Anmeldung unter: 06507/ 2277. Der Weinanbau in Trittenheim verdankt seinen Aufschwung vor allem den Klöstern und dem Adel. Urkundlich wird der ort schon 893 erwähnt im „Prümer Urbar“, eine frühe Form der heutigen Kataster, in der schon vor mehr als 1000 Jahre Orts- und Liegenschaftsgrenzen festgehalten wurden.