Wer aus der schönen Moselregion stammt, will immer wieder dahin zurück. Auch meine Mutter, die es ins “Ausland” in die Nähe von Köln verschlagen hat, spricht stets mit großem Heimweh von ihrem Heimatörtchen. Aber mich am Sonntagmorgen aus dem Bett werfen, weil sie einen Artikel darüber gefunden hat, dass Moselschiefer die beste Qualität hat, das fand ich dann doch ein bisschen übertrieben.
Darum geht es: Für die Pfarrkirche von Kürten-Olpe wurde nicht nur Schiefer von der Mosel importiert, sondern auch die Handwerker.
»„Bester Moselländer Schiefer kommt jetzt druff“, berichtet der Dachdecker in seinem heimatlichen Dialekt. Seit drei Jahrzehnten ist er im Geschäft, er kennt die Vorzüge der schwarz glänzenden Schieferplatten seit langem. Regen, Wärme, Sonne, Kälte, nichts könne dem in über 100 Metern Tiefe gewonnenen Schiefer etwas anhaben. Er klopft auf eine der Platten, die palettenweise auf dem Kirchplatz lagern und auf Verarbeitung warten. „Gute Qualität aus dem Bergwerk Katzenberg. Die halten fast ewig.“ Bauleiter Lothar Harmuth kalkuliert mit 100 bis 150 Jahren „Lebensdauer“. [...] „Der Sauerländer-Schiefer ist lange nicht so robust wie der von der Mosel“, sagt Architekt Michael Retz. Abgerechnet worden sei vor inzwischen gut einhundert Jahren beim Kirchbau allerdings der teure Mosel-Schiefer, wie alte Dokumente bewiesen. „Ich will den Handwerkern von damals nichts unterstellen. Aber da könnte man auf Gedanken kommen“, sagt Retz. Der mutmaßliche Pfusch am Bau ist natürlich längst verjährt.«
Skandal am Bau, hundert Jahre alte gefälschte Abrechnungen und dann noch die Aussage, dass Moselschiefer der Beste ist ... Mutter war sehr aufgeregt.
Um diese Kirche geht es. Nur falls es Sie mal nach Kürten-Olpe verschlägt. Man weiß ja nie.
Silke Neuhauck am Sonntag, 21. Juni 2009 | In:
Mosel Unterhaltung
(0)
Comments | (592 Aufrufe) |
Permalink |
Über diese Suchanfrage kam ein Besucher auf unser Blog, und da antworte ich doch gern: Obwohl die Mosel an vielen Stellen nur ungefähr drei Meter tief ist, hat sie meines Wissens bei Einkirch eine Tiefe von 28 bis 29 Metern.
Zum Schwimmen ist die schöne Mosel übrigens aufgrund der heftigen Unterwasserströmungen nicht geeignet. Wer in unserer Gegend im Wasser entspannen will, sollte also lieber im Wellnessurlaub unser Panorama-Schwimmbad nutzen ...
Die Antwort auf die ebenfalls gesuchte Frage »Wo kann man an der Mosel schwimmen?« lautet also: Im Wellnesshotel zum Kurfürsten :-)
Weitere Fragen, die uns auf dem kleinen Umweg über Google gestellt wurden in der letzten Woche:
»Wann ist die Weinlese an der Mosel?«
Antwort: Das kommt darauf an! Der Weinlesetermin kann nämlich von Mitte September bis Ende Oktober fallen.
»Welche Köche waren in der Senfmühle Cochem?«
Antwort: Das weiß ich nicht, da muss ich leider passen. Aber wir haben ja auch ein Google und gleich surfe ich auf die Website der Senfmuehle.net und schaue mal nach.
Ob man dort in der Senfmühle auch mal nachschaut, woher die Leser aus dem Internet kommen?
Übrigens: Uns können Sie gerne auch direkt fragen, der Umweg über Google ist nicht nötig!
Morgen ist es wieder so weit:
Autofreie Moselweinstraße „Happy Mosel“ - „Spaß und gute Laune“ für einen unbeschwerten Tag im romantischen Moseltal entlang der längsten Straßensperre Europas. Dann verwandelt sich die Moselweinstraße auf 140 Kilometern zwischen Schweich und Cochem von 9.00 bis 19.00 Uhr zu einem Paradies für Pedalritter, Spaziergänger und Inliner, begleitet von einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm.
Mehr erfahren? Hier: http://www.happy-mosel.com :-)
Der nächste autofreie Erlebnistag findet am 30. Mai 2010 statt.